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KONZERTPROGRAMM

2012 / 2013

Freitag, 28.09.2012 *
Ensemble Raro
konzert1
Mozart besuchte 1763 Bruchsal und dieses Jubiläum würdigen wir in unserer neuen Saison mit entsprechenden Akzenten. Sein Klavierquartett in Es-Dur, das nur so sprudelt von dramatischen Ideen und musikalischer Ausdruckskraft, eröffnet daher unsere Konzertreihe, gefolgt von gleichfalls außergewöhnlichen Werken: dem op. 60 von Johannes Brahms und dem op. 1 von Josef Suk.

Das noch als Geheimtipp geltende Ensemble Raro ist für diese Musik der ideale Interpret. Die vier hervorragenden jungen Solisten verbindet hierbei ihre große Liebe zur Kammermusik: den russischen Geiger Alexander Sitkovetsky, den rumänischen Bratschisten Răzvan Popovici, den englischen Cellisten Adrian Brendel und die lettische Pianistin Diana Ketler.
Sonntag, 19.10.2014 *
Nicholas Angelich, Klavier
konzert2
Beethovens Sonaten-Testament op. 111, künstlerisch dichter und kompromissloser Endpunkt des unvergleichlichen Kosmos seiner 32 Klaviersonaten, steht im Mittelpunkt dieses Klavierabends. Es wird gerahmt von seiner frühen, gleichfalls in der Schicksalstonart c-Moll gehalten Sonate op. 10 sowie von Rachmaninows berühmten, wirklich bildhaften und phantasievollen Etudes-tableaux op. 39.

Der 1970 in den USA geborene und vielfach preisgekrönte Pianist Nicholas Angelich ist auf allen großen Konzertpodien der Welt zu Hause und bringt für diese virtuosen Werke sowohl die technische Brillanz und Kraft mit als auch höchste künstlerische Sensibilität.
Freitag, 07.11.2014
Quatuor Modigliani
konzert3
Eines der aktuell gefragtesten Quartette unter den internationalen Kammermusikformationen ist zweifellos das Quatuor Modigliani. Die Süddeutsche Zeitung hält dieses junge Ensemble, ECHO Rising Star 2011/12, gar für „eines der derzeit weltweit besten Streichquartette“. Ausgebildet beim Quatuor Ysaÿe und beim Artemis Quartett werden die vier französischen Musiker besonders gerühmt für die außergewöhnlich sensible Balance und Transparenz ihres Ensemblespiels.

Mit den Streichquartetten op. 76/1 von Joseph Haydn, op. 13 von Felix Mendelssohn Bartholdy und dem F-Dur-Quartett von Maurice Ravel zeigen dabei die Geiger Philippe Bernhard und Loïc Rio, der Bratscher Laurent Marfaing und der Cellist François Kieffer, wie temperamentvoll-virtuos und spannend Kammermusik sein kann.
Sonntag, 09.12.2012 *
Amandine Beyer, Barockvioline
Gli incogniti
konzert4
„Gli Incogniti“, d.h. „Die Unbekannten“, ist eine glatte Untertreibung für dieses Ensemble. Benannt nach einem Zirkel von Kunst- und Literaturfreunden im barocken Venedig sind die vier Musikerinnen und Musiker aus Italien und Frankreich längst dem Geheimtipp-Stadium entwachsen. Gründerin und Leiterin des Ensembles ist die französische Geigerin Amandine Beyer, die an der Schola Cantorum Basiliensis unterrichtet, der vielleicht renommiertesten Hochschule für Alte Musik. Mit Amandine Beyer musizieren der Gambist Baldomero Barciela, der Theorbenspieler Francesco Romano und die Cembalistin Anna Fontana.

Auf dem Programm steht glanzvolle Instrumentalmusik vom Wiener Kaiserhof im 17. Jahrhundert, an dem damals die besten Musiker Europas wirkten. Entsprechend kunstvoll und aufregend virtuos sind die Kompositionen von Biber, Mealli, Froberger, Bertali, Kapsberger und Schmelzer.
Freitag, 11.01.2013 *
Elias String Quartet
konzert5
Mendelssohns Oratorium „Elias” ist der Namensgeber dieses jungen, in England residierenden Streichquartetts, das sich derzeit einen Preis nach dem anderen erspielt. Zu Recht, denn seine Musizierweise ist gleichermaßen brillant wie temperamentvoll und die Balance zwischen musikalischer Intelligenz und Mut zum Risiko schlicht perfekt. Dabei ist gerade auch die spannungsreiche Gestaltung der leisen Zwischentöne das Markenzeichen von Sara Bitlloch und Donald Grant (Violinen), Martin Saving (Viola) und Marie Bitlloch (Violoncello).

In unserer Konzertreihe spielt das Ensemble Mozarts berühmtes Dissonanzenquartett KV 465, dessen unerhört „schrägen“ Beginn man lange für einen Schreibfehler hielt sowie die Streichquartette op. 94 von Benjamin Britten und op. 41/3 von Robert Schumann.
Sonntag, 24.02.2013
Kungsbacka Piano Trio
konzert6
Das 1997 im Städtchen Kungsbacka an der schwedischen Westküste gegründete Klaviertrio hat sich nach seinem sensationellen Preisgewinn 1999 beim Wettbewerb in Melbourne und der Aufnahme in das renommierte „New Generation Artists“-Programm der BBC im internationalen Konzertleben als eines der außergewöhnlichsten Ensembles seiner Generation etablieren können.

Inzwischen weltweit gefragter Gast der bedeutendsten Musikzentren und Festivals kommt das Ensemble in der Besetzung von Malon Bromann (Violine), Jesper Svedberg (Violoncello) und Simon Crawford-Phillips (Klavier) mit einem besonders reizvollen Programm nach Bruchsal: den beiden herrlichen Klaviertrios op. 1/2 und op. 70/1 von Ludwig van Beethoven, dem wunderbaren "Adagio" von Hans Werner Henze und dem betörenden op. 120 von Gabriel Fauré.
Sonntag, 10.03.2013 *
Philippe Tondre, Oboe / Hegel Quartett
konzert7
Mit Mozarts d-Moll Streichquartett und dem g-Moll Quintett für Oboe und Streicher ist dieses Konzert in besonderer Weise dem Besuch des kleinen Wolferl und seiner Familie beim Bruchsaler Fürstbischof vor 250 Jahren gewidmet. Spannend kontrastierend dazu das frühe, melodienreiche Phantasy-Quartett seines späteren, 1913 geborenen englischen Kollegen Benjamin Britten, der – im Unterschied zu Mozart – tatsächlich auch (mit Peter Pears) 1956 im Bruchsaler Schloss in unserer Konzertreihe gespielt hat.

Der junge französische Oboist Philippe Tondre, u.a. ARD-Preisträger 2011 und das Stuttgarter Hegel Quartett mit Natalie Chee und Emiliy Körner (Violinen), Paul Pesthy (Viola) und Ansgar Schneider (Violoncello) werden diese Werke in ihrer sprühenden und ansteckenden Musikalität interpretieren.
Freitag, 12.04.2013
Nicolas Altstaedt, Violoncello / Barnabás Kelemen, Klavier
konzert8
Der 1982 geborene deutsch-französische Nicolas Altstaedt (rechtes Foto) war einer der letzten Schüler Boris Pergamentschikows und ist zweifellos einer der interessantesten jungen Cellisten. Mehrfach mit bedeutenden internationalen Preisen ausgezeichnet und seit 2012 Nachfolger von Gidon Kremer als Leiter des berühmten Kammermusikfestivals in Lockenhaus, verfügt er nicht nur über eine brillante Technik, sondern auch über ein hervorragendes Gefühl für Form, Klang und feinste Phrasierung. Begleitet wird er kongenial von dem ungarischen Geiger Barnabás Kelemen (linkes Foto), Jahrgang 1978 und Professor in Budapest sowie Bloomington/USA.%0DDie beiden Ausnahmekünstler präsentieren u.a. Duos von Maurice Ravel, Johann Sebastian Bach und Zoltán Kodály.
Sonntag, 05.05.2013
Sibylla Rubens, Sopran
Ralph Manno, Klarinette / Anthony Spiri, Klavier
konzert9
Nach ihrem gefeierten Debüt 2001 in unserer Konzertreihe wird die gefragte Sopranistin Sibylla Rubens endlich wieder in Bruchsal zu hören sein, dieses Mal mit „Liedern zwischen Himmel und Erde“ von Wolfgang Amadeus Mozart, Louis Spohr, Fanny Hensel, Matyas Seiber und Franz Schubert.

In Verbindung mit dem Kölner Klarinettisten Ralph Manno und dem amerikanischen Pianisten Anthony Spiri, beide international herausragende Kammermusiker und Liedbegleiter, erwarten uns abwechslungsreiche Zwischengesänge mit Klarinette, Sopran und Klavier und ein melodienreicher Streifzug von tiefster Romantik zu virtuoser Opernfantasie, vom „einfachen“ Lied zu lautmalerischen Liedwelten à la Christian Morgenstern.
Sonntag, 09.06.2013
Alliage Quintett
konzert10
Das Abschlusskonzert der Saison serviert uns mit diesem international besetzten Saxophonquartett (Daniel Gauthier, Eva Barthas, Koryun Asatryan und Sebastian Pottmeier) plus der koreanischen Pianistin Jang Eun Bae eine ganz besondere musikalische Delikatesse:

Das überaus erfolgreiche Alliage Quintett präsentiert mit den „Acht Jahreszeiten“ ein spannendes Projekt, das in ähnlicher Weise vor einigen Jahren der legendäre Geiger Gidon Kremer in Baden-Baden unternahm. Dabei werden die vier Saxophonisten in Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ in gewohnter Weise als Ensemble zusammen mit dem Klavier agieren, während sie bei Piazzollas „Four Seasons of Buenos Aires“ solistisch mit Klavierbegleitung zu erleben sind: ein einmaliger Saxophon-Sound.
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